08.01.2009 - Die Stadt unsicher machen und ins Aquarium und kleine Kreaturen genießen

Mal wieder ganz gemütlich in den Tag gestartet haben wir den frühen Mittag damit begonnen, uns zur Perth Mint aufzumachen. Laut diversen Reiseführen sollte das wirklich interessant und einen Besuch wert sein. Na dann wollen wir mal nicht widersprechen.

So gegen 11 Uhr sind wir hier aufgeschlagen (war wie zu erwarten garnicht weit von der Barrack Street entfernt) und konnten uns kurze Zeit später einer Führung anschließen. Zuerst wird ein wenig über die Historie der Mint erzählt und was da so alles in welchen Stückzahlen hergestellt wird. Die meisten Ausführungen drehen sich ums Gold, den Wert von Gold und wie viel hier in der Münze so lagert.

  

Eine Station später bekommt man an einem nachgebauten Goldgräbercamp gezeigt, wie die größten je gefundenen Goldklumpen so aussehen. Die haben alle irgendwelche Namen und existieren bis auf ganz wenige garnicht mehr an einem Stück. Man wird an der Prägerei für Silbermünzen vorbeigeführt und kann sich an einer der Station seine eigene Silbermünze mit Wunschlogo prägen lassen.

Letzter Punkt der Führung ist die Goldschmelze. Hier köchelt schon ein 1000+ Grad heißer, rotglühender Topf auf dem Feuer, aus dem dann nach umfangreichen Erklärungen ein Goldbarren gegossen wird. Interessant fand ich, das ein und derselbe Barren da seit Jahren in der Vorführung ist und jetzt schon mittlerweile ein paar tausend mal geschmolzen, gegossen und wieder verfestigt wurde. Und das Gold ist von der Güte her genauso wie am ersten Tag.

Anschließend kann man seine Zeit noch beliebig im Tresorraum bei den ausgestellten Goldstücken oder im Shop beim Einkaufen von Gold und Silber verbringen.

Also ich fands ganz nett. Könnte man sich auf alle Fälle mal anschauen.

  

Wir haben uns von der Mint dann nach ein bisschen Window Shopping bei den Läden auf dem Weg zum Bahnhof begeben. Wir wollten zum Aquarium. Das liegt aber recht außerhalb, so das man mit dem Zug und dann mit dem Bus hinfahren muss. Wenn man weiß welche Station man will, ist das mit den Zügen hier recht einfach. Es gibt zwar viele viele Gleise, aber die Ziele sind nicht ganz so vielfältig. Am Zielbahnhof gibts dann Verbindung zum Bus und der Bus stoppt auch fast vor dem Aquarium, nachdem er noch so ein oder zwei Wohngebiete abgeklappert hat.

Das Aquarium liegt bei Hillarys Boat Harbour, welcher auch so etwas wie ne Art Naherholung für die Perther ist.

Es gibt ein großes Hafenbecken, einen Yachthafen, einen Strand und ringsherum etliche Kneipen und Restaurants. Und natürlich das erwähnte Aquarium. Das AQWA (Aquarium of Western Australia) (http://www.aqwa.com.au) ist unterteilt in mehrere Themenbereiche, wie zum Beispiel "Shipwreck Bay" oder "Sunshine Coast". Daneben gibts Themengebiete wie "Streichelzoo" oder "die Gefährlichen" und "die Giftigen".

  

Die "Shipwreck Coast" ist ein großes Becken, welches in einem Unterwassertunnel umrundet werden kann. Hier ziehen dann Haie, Rochen, Schildkröten und alle möglichen anderen großen Fische über einen hinweg. Nettes Detail am Rande. Hier gibts eine Art Förderband, welches einen in Kriechgeschwindigkeit durch den Tunnel bewegt (wers schon mal gesehen hat, es ist wie im Tower von London, wo man aufm Förderband an den Juwelen vorbeifährt).

Gegen ein nicht zu kleines Geld kann man auch in diesem Becken mit den Haien und Rochen tauchen gehen. Kann garnicht sagen, wieviel es kostet, wir haben uns nicht erkundigt.

Alle anderen Bereiche sind deutlich kleiner gestaltet, und bestehen auch teilweise nur aus einem kleinen Pool oder einem Aquarium.

  

Es gibt noch einen Außenbereich mit Seehunden und Robben. Die "Vorführung" hier fand ich allerdings ein wenig lahm. Außer das das Tier mal mit den Flossen geklatscht hat und ansonsten mit Fisch überfüttert wurde, gabs nicht so sehr viel zu sehen.

Im Großen und Ganzen fällt das AQWA für mich unter die Rubrik "OK". In meiner persönlichen Aquariums-Rangliste ist es nicht mit oben dabei (Es führt immer noch Melbourne vor Sydney). Man kann hier ne Stunde oder zwei verbringen aber restlos begeistert hats mich nicht.

Wir sind anschließend noch ein wenig bei den Geschäften und Restaurants vorbeigezogen und schließlich bei ner besseren Fish and Chips Bude bei ner Schale Fritten und ein bis zwei Bier hängen geblieben.

  

Der Weg zurück war ähnlich langwierig mit Bus und Bahn zurück. Wir sind erst mal ins Hotel zum Umziehen und anschließend direkt wieder zum Bahnhof um den Zug nach Fremantle zu nehmen. Einen Zug in diese Richtung zu erwischen ist nicht schwer. Wie schon gesagt, so viele Richtungen gibts nicht und so ziemlich jeder 2. oder 3. geht eh in Richtung Fremantle. Und dann heißt es einsteigen und bis zur Endstation sitzen bleiben. Info : Ticket kaufen nicht vergessen. Kontrolliert wird beim Verlassen des Bahnsteiges, bzw. Bahnhofes !

Angekommen im alten Bahnhof sind wir die Victoria Quay Road runter bis zum Marine-Museum. Das war allerdings zu. War ja nicht anders zu erwarten. Die halten sich wie alle anderen an die behördlichen Öffnungszeiten und machen spätestens um 17 Uhr die Schotten dicht. Vor dem Museum haben wir den Anglern noch ein wenig über die Schultern geschaut und sind dann am Gebäude vorbei in Richtung des Round House gegangen. Das Round House war mal das allererste Gefängnis der Gegend und steht auf so ziemlich dem einzigen Hügel in der Umgebung. Von dort oben hat man einen netten Blick über den Frachthafen und auf der anderen Seite über den kurzen Strand und den Yachthafen und Fischereihafen dahinter.

  

Geht man den Pfad vom Round House in Richtung Yachthafen hinunter, dann steht man eigentlich schon fast auf der Mews Road, die einmal an dem ganzen Hafenteil hier entlangführt. Wir sind einen Teil davon entlang marschiert und als uns auf der Wasserseite so langsam die Gebäude ausgingen nach links zur Stadt abgebogen. Wir haben dann über die South Terrace zurück einen großen Bogen geschlagen. Ein Teil der South Terrace wird wegen der Menge von Cafes auch "Cappuccino Strip" genannt. Genug normale Bars und Pubs gibts aber trotzdem noch dazu. Ein paar von den Kneipen sahen auch sehr gut aus. Ein großer Irish Pub war noch hier in der Gegend, den Namen habe ich aber vergessen.

Am Rathaus sind wir dann wieder in Richtung Wasser abgebogen und haben uns quer durchs Viertel auf den Park zu orientiert. Dort, fast gegenüber der Bahnhaltestelle (oder ehemalige Haltestelle denke ich, ich vermute mal nicht, das hier noch irgendwann ein Zug fährt) ist die Little Creatures Brewery. Davon hatte ich mal früher was gelesen und ohne das wir den Laden jetzt gezielt gesucht hätten, standen wir plötzlich davor.

Der ganze Laden besteht aus drei Gebäuden. Links und Rechts ist die Brauerei und in der Mitte Pub und Restaurant. Alles ist recht großzügig eingerichtet. Es gibt viel Platz. Hinten zum Wasser raus kann man auch draußen sitzen. Hier haben wir den Abend dann verbracht. Die Speisekarte ist nicht groß. Man konzentriert sich auf das Wesentliche. Das was es gibt ist aber wirklich gut. Das selbstgebraute Bier und die riesige Weinkarte runden die Sache ab. Wenn man seine Kreditkarte hinterlegt, kann man auch "auf Rechnung" speisen und trinken. Das war mal ganz angenehm, nicht jedes Teil einzeln zahlen zu müssen, sondern erst am Schluss díe ganze Latte.

  

Wie gesagt, hier haben wir bei gutem Essen, guten Bier und nettem Wein den Abend verbracht und später so gegen 23 Uhr den letzten Zug nach Perth zurück genommen. Was ich gut fand war, das so spät fast in jedem Wagon mind. zwei Sicherheitsbeamte mitfuhren. War nicht unangenehm.

 

07.01.2009 - Perth Teil 1 
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