28.12.2003 - Von den blauen Bergen kommen wir, Part 1 - Canyon Walk
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Nach nur ein klein wenig in der Gegend rumsuchen sind wir am Parkplatz des Canyon Walks angekommen und losgestiefelt. Der Walk ist ein Rundkurs. Vom Parkplatz Govetts Leap/Evans Lookout geht es hinunter in die Schlucht und am anderen Ende wieder hinauf. Man kommt oben an der Straße am Neates Glenn/Grand Canyon - Parkplatz wieder heraus. Für welche Richtung man sich entscheidet, ist einem selbst überlassen. Während des Abstieges sah man sehr viel verbranntes Land ringsherum. Hier musste es vor gar nicht allzu langer Zeit gebrannt haben. Überall am Weg standen verkohlte Baumstümpfe und teilweise waren die Planken, die den Weg zumindest grob im Zaum hielten auch ein wenig angekokelt. Recht interessant war es anzusehen, das sich trotz des großen Schadens, den das Feuer offensichtlich angerichtet hatte, überall wieder neues Grün entwickelte. Sogar auf teilweise komplett verkohlten Baumresten spross es teilweise schon wieder.
Der Weg ist nicht ein wirklicher Wanderweg, es ist vielmehr ein wenig ein Mix aus Gehen, Klettern und Kraxeln. Aber nicht wirklich anstrengend. Einen Vorteil hatte der Abstieg noch. Wir waren unter dem Nebel abgetaucht und hatten hier unten freie Sicht. Die Strecke ist sehr schön und mal eine Abwechselung. Allerdings ist sie keineswegs eine Tagestour. Wir sind so gegen Mittag gestartet und waren um 15 Uhr wieder zurück. Da wir nicht so recht wussten, was noch zu tun war ( wir hatten uns auf einen ganzen Tag dort eingerichtet und nicht damit gerechnet um 15 Uhr schon wieder fertig zu sein ) haben wir erst mal ein wenig die Karten studiert und uns entschieden erst mal ins Megalong Valley hineinzufahren. Praktischerweise geht nämlich direkt von Blackheath aus eine Straße dorthin ab. Je weiter wir in dieses Tal hineinfuhren, desto besser wurde das Wetter. Hin und wieder bekam man sogar mal einen Sonnenstrahl mit. So wirklich interessant war die Tour aber abgesehen von der tollen Landschaft nicht. Nach einem Bierstopp an einer Guestranch sind wir auch wieder zurück in das schlechte Wetter gefahren.
Erste Station, die Railway war nicht schwer zu finden. Die Straßen in Lithgow verlaufen zwar nie so, wie man es vermutet, aber mit ein wenig Glück bleibt man immer auf der richtigen. Aus Lithgow heraus und in die Berge hinein stand auch schon mal das ein oder andere Schild zu dieser Eisenbahn. Dort angekommen entpuppte sich die Eisenbahn als keineswegs zickzack fahrend, sondern es war eine schöne alte aber recht gewöhnliche Dampflock mit ein paar alten Wagons. Gerade als wir kamen war das Teil anscheinend angekommen und spuckte einen ganzen Haufen glücklicher Dampflockfahrer-Menschen aus. Auf einem Informationsschild am Bahnhof stand, das die Eisenbahn ihren Namen vom Zig Zag - Tal und den Zig Zag - Bergen hat, durch die sie fährt. Ahhh ja. Und wieder was gelernt. Nun gut, nach diesem aufregenden Erlebnis blieben uns ja noch die tollen glühenden Würmer. Im Ort haben wir erst mal überhaupt kein Anzeichen für einen Weg zu den Glowworms gefunden. Wenn wir nicht eine Straßenkarte von Lithgow gehabt hätten, hätten wir den Weg niemals gefunden. An dem Punkt, an dem unsere Karte dann aufhörte stand ein kleiner unscheinbarer Satz "Glow Worm Tunnel diese Richtung 30 Km". Leider hatten die vergessen dabeizuschreiben, das es sich um 30 Kilometer nicht befestigter und übelst zugerichtete Straße handelt. Im Schneckentempo und in ständiger Angst um unseren lieben Japaner sind wir in Richtung dieses Tunnels geholpert. Irgendwann nach einer Stunde waren wir sowohl außerhalb jeglicher Zivilisation und weit außerhalb unserer Karte mitten Wollemi Nationalpark und immer war noch kein Würmertunnel in Sicht.
Am Abend haben wir auf ein weiteres Mahl in unserem Hotel verzichtet und sind in den Ort gegangen. Die einzige Möglichkeit was zu Essen war das Ivanhoe Hotel. Zumindest ist uns früher am Tag, als wir mit dem Auto durch Blackheath gekurvt sind, nix anderes aufgefallen. Ivanhoe ist ein Backpacker Motel, ein Bottleshop, ein Restaurant und ein Pub in Kombination. Lustiges Detail : Wenn man an der Theke sein Essen bestellt, bekommt man einen Pieps-Sender in die Hand. Wenn das Essen fertig ist, fängt das Teil laut zu Piepen und man kann sein Essen abholen. Man konnte in dem Laden dadurch schön eine Art Handy-Klingel-Syndrom beobachten. Egal wo es nun piepte, jeder kuckte auf seinen Sender, ob's nicht eventuell doch dieser war, der Meldung machte. Das essen war ganz Ok, nicht Weltküche aber durchaus genießbar. Zumindest war es günstig. Das zugehörige Bier war auch nicht teuer. Bei dieser Kombination haben wir direkt beschlossen, diesen Laden am nächsten Tag noch mal zu besuchen.
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27.12.2003 - Brisbane > Blue Mountains
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